Anders als am vorhergehenden Wochenende strahlte diesmal die Sonne vom Himmel. Für den ASV ging ein Trio sowohl im Einzel, als auch im Team an den Start. Therese Wagenleitner belegte im Damenbewerb Platz 5. Bei den Herren lief das Ganze nicht so glatt ab. Kurz vor dem Ziel lagen die ersten 4 Läufer sehr eng zusammen. Ein Läufer wählte versehentlich den falschen Weg und kürzte so ab. Anstatt wieder umzudrehen und den richtigen Zieleinlauf zu wählen, entschied er sich dazu, von der falschen Seite heranzulaufen und seitlich in den Zielkanal einzuspringen umzudrehen und dann von der richtigen Seite einzulaufen. Somit konnte er als Erster ins Ziel laufen. Dahinter der sichtlich verwirrte eigentlich Führende, ein weiterer Läufer und Michael Seyss – Inquart. Als 5. lief dann Rudi Urban ein.
Mit Spannung erwarteten wir die Entscheidung der Jury. Der als 1. falsch einlaufende und somit abkürzende Athlet wurde mit einer Zeitstrafe belegt und vor Michi auf Platz 3 gesetzt. Nach einer Nachricht an den Veranstalter wurde Michi ex aequo auf den 3. Platz gereiht. Diese Regelung finde ich sehr eigenartig. Normalerweise gibt es eine vorgegebene Strecke (die war im Internet einzusehen und bis auf die Passage am Kapuzinerberg klar nachvollziehbar und über die ganze Strecke gut markiert) und die ist zu laufen. Wenn ich das nicht mache, werde ich im Normalfall disqualifiziert. Als Athlet habe ich, wenn ich realisiere, dass ich falsch bin noch die Möglichkeit umzudrehen und die richtige Strecke fertig zu laufen. Fair finde ich das nicht.
Genauso wenig fair verhielten sich einige Athleten, die sich nicht an den markierten Weg hielten und querfeldein Ecken abschnitten. Und was ich von Leuten halten soll, die im Zielkanal überholen und dann noch mit : “Das musste jetzt sein.“, kommentieren, ist mir sowieso ein Rätsel. Solche Aktionen haben allesamt bei Hobbyläufen nichts verloren!
@WT
