Sengende Hitze, brütende Hitze, unerträgliche Hitze – um 18 Uhr sind wir auf der Bahn. Ein paar Kinderläufe sind im Gange – Kinder, die sich durch die Hitze quälen. Um 19:20 ist der erste von 4 Läufen angesetzt. Der Langsamste! Die Alten, die Langsamen, die Hitzeinfarktgefährdeten, aber eben die Alten, die Vernünftigen. Langsam schinden sie sich 12 Runden um die Bahn. Kein Spaß, nur Folter. Nur einer bleibt unter 20 min – ein Junger. Alle kommen durch, keiner bleibt liegen.
Der zweite Lauf, die Schnelleren, die die unter 20 min laufen, aber kaum unter 18 min. Keine Vorkommnisse, wieder schwitzen sich alle ins Ziel.
Der dritte Lauf, das sind die Schnellsten, mit dabei auch Valentin Pfeil. Den ersten Kilometer trabt er locker mit der Spitzengruppe mit, dann wird es ihm doch zu langsam. Ein paar schnellere Schritte und er ist der Gruppe entschwunden. Vorne weg läuft er ein einsames Rennen, wird immer schneller, daher noch einsamer, und beendet das trainingsmäßige Rennen in eher gemächlichen 15:21 min.
Der vierte Lauf, mit dabei Maria und Rafael. Es ist inzwischen nach 21 Uhr. Die Temperatur ist auf kühle 25 Grad gesunken, die Sonne erleuchtet nur noch die nicht sichtbaren Berggipfel. Rafael – nach dem Motto „dem Mut sind keine Grenzen gesetzt“ – liegt nach 2 Runden schon 50 m vor der Konkurrenz. Maria – nicht so wagemutig – trabt in ihrem immerwährend gleichen Schritt – eher gemächlich hinterher. Rafael muss dann erkennen, dass dem Mut doch Grenzen gesetzt sind, wird noch von einem Läufer überholt und beendet das Rennen als Zweiter in neuer PB von 19:15,05 und Maria trabt, noch immer in der gleichen Geschwindigkeit, in 20:59,17 durchs Ziel.
Fazit: Ein toller Wettkampf. Durch die Gruppeneinteilung, die nicht Männlein und Fräulein trennt wie in Salzburg, sondern nur die Schnellen von den noch Schnelleren und die Langsamen von den noch Langsameren, gibt es kaum Überrundungen und jeder kann sich mit den Gleichschnellen oder Gleichlangsamen messen.
HKI
