Es war hart und kalt, aber wir, Maria und Claudia, waren happy über unsere Ergebnisse.

Alles war anders als sonst: Im Hotel schauten sie ungläubig, als ich den Zweck meiner Reise mit Marathon angab. Die Aufregung vor dem verpflichtenden Antigentest war groß. Tut´s weh? Bin ich am Ende doch positiv? Wer weiß.

Dann die erlösenden Aufrufe „Maria Morales und Claudia Kaiser negativ!“ Erst danach bekamen wir unsere Startnummern. (By the way: Die Innerhofer-Brüder haben den Corona-Test leider nicht bestanden, deshalb auch nicht am Start. Dann anschließend ging´s quer durch Wien zum Prater. Zum Glück kennt sich Hermann in Wien gut aus. Tja, die Spannung steigt wie üblich vor jedem Wettkampf. Der Startschuss schafft die ersehnte Hochstimmung. Es war schon ein richtig schönes Gefühl, bei diesem erlesenen Teilnehmerfeld dabei sein zu dürfen. 6 Runden auf der Hauptallee und der Lusthausstraße lagen vor uns. Weit gefehlt, wenn man da an einsame Parkwege denkt. Die Prater Hauptallee ist an einem Sonntag so stark belebt, dass wir überhaupt nicht alleine waren – Läufer, Spaziergänger, Radler und natürlich auch ein paar spezielle ÖM-Zuschauer. Also eigentlich super Marathonstimmung. Die große Herausforderung war wie immer, es nicht zu schnell anzugehen. Und prompt haben Maria und ich sehr viele „Vorläuferinnen“ in der 2. Hälfte eingeholt. Sogar Karin Freitag musste sich Maria gegenüber geschlagen geben. Spätestens nach der 4. Runde wurde es dann richtig kalt (Ermüdung + Verdunstungskälte), 3,5 Stdn bei 4 ° Grad war grenzwertig. Aber ja, die zwei „Mastershäsinnen“ haben ihr Ding gemacht, Maria leichtfüßig vorneweg und Claudia mit Respektsabstand hinterher. Claudias 6-Wochen-Blitztraining funktionierte besser als erwartet. Maria schaffte diesen Wintermarathon in starken 3:27:34 (Marathon-Landesmeisterin) und Claudia in zufriedenen 3:29:02 (Vize-LM).

Die Veranstalter gehören auch gelobt, bei so wenigen LäuferInnen haben sie wirklich jedem im Vorbeilaufen das persönliche Getränk in die Hand gedrückt. Eine weniger schöne Seite war, dass von 79 gemeldeten Männern nur 59 das Ziel erreichten (Vielleicht waren sie ja mit ihren neuen Carbonschuhen überfordert. Früher hat man die schnellen Läufer beim Überholen Schnaufen hören, jetzt hörst Du nur das Klappern der Schuhe.) Anyway, die Frauen gaben nicht so schnell auf: von 26 Frauen finishten 23.

Bei den superschnellen Männern hat sich die Spitze wahrscheinlich selbst überwutzelt und so wurde der österreichische Kenianer Isaac Kosgei völlig überraschend österreichischer Meister mit einer Zeit von 2:26:35. Claudia und Kosgei feuerten sich gegenseitig an, was wahrscheinlich den entscheidenden Motivationsschub brachte. Bei den schnellen Frauen siegte Eva Wutti in einer Megazeit von 2:30:43.

Es war ein „supercooles“ Erlebnis und motiviert zu mehr.

@CK

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