Erst einmal vorweg: Super, dass es Veranstalter gibt, die sich trauen einen Wettkampf durchzuziehen. Die Organisation war top! Allerdings macht uns Hobbyläufern nicht nur das Laufen, sondern auch das Rundherum großen Spaß. Normalerweise kommt man früh genug, tratscht sich durch, geht mit wem Einlaufen und reiht sich am Start neben die Läufer ein, von denen man weiß, dass sie ca. die gleichen Zeiten laufen. Läuft dann gemeinsam raus, setzt sich zusammen und wartet bei Essen und Trinken auf die Siegerehrung. Doch Corona macht alles anders. Diesmal wurde man 30min vor dem selbst ausgewählten Startslot in den abgegrenzten Bereich eingelassen, um seine Nummer zu holen. Davor schon einlaufen war riskant, da am Eingang die Temperatur gemessen wurde und man diese durch Aufwärmen möglicherweise erhöht. Insofern blieb nicht viel Zeit zum Einlaufen, Klo gehen etc. Danach wurde man einzeln in Abständen abgelassen. Man läuft sein Ding gegen die Uhr, kommt ins Ziel, hat keine Ahnung, wie man mit der Zeit liegt, bekommt sein Sackerl mit Zielverpflegung in die Hand gedrückt, geht evtl. noch auslaufen, setzt sich ins Auto und fährt nach Hause. Kaum wer, mit dem man sich unterhält. Die Bekannten haben sich andere Slots ausgesucht und man erfährt erst zu Hause auf der Couch, beim Studieren der Ergebnisliste dass sie auch dabei waren.
Therese war bei diesem Rennen dabei. Sie war glücklich wieder einmal wettkampfmäßig laufen zu können, hofft aber dennoch, dass man Corona bald in den Griff kriegt und zu den altbekannten Formaten zurückkehren kann. Sie tat sich schwer damit, niemanden in der Gegend zu haben, an dem sie sich orientieren konnte. Insofern fühlte sie sich während des Laufes nicht wohl und war mit ihrer Zeit nicht zufrieden. Umso größer war die Überraschung, als sie das Ergebnis sah: 2. Frau; insgesamt 15. Gefeiert wurde das dann – auch ganz Corona konform- alleine zu Hause mit einem Weißbier.
tw Ergebnisse
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