Bei den heurigen Landesmeisterschaften in Rif war der Wettergott den Leichtathleten nicht hold. Die ersten Bewerbe konnten zwar durchgeführt werden, aber schon unter teilweise schwierigen Bedingungen. Von den ASVlern waren daher nur Therese Wagenleitner und Michael Seyss – Inquart im Einsatz. Therese konnte im Kugelstoß nicht ganz an ihre Bestleistungen anschließen – von den Medaillen war sie ohnehin – wie erwartet – weit entfernt. Sie belegte dort Platz 4.
Die Bedingungen im 800er waren nicht leicht. Teilweise starker Wind erschwerte das Laufen. Michael Seyss – Inquart konnte in starken 2:15,89 den 4. Platz erlaufen. Therese wollte mit den starken jüngeren Läuferinnen (der U16 und U18 Wertung) nicht mitgehen, weil diese deutlich bessere Zeiten stehen hatten und war daher im Gegenwind auf sich alleine gestellt und konnte zwar die Silbermedaille in der AK aber keine zufriedenstellende Zeit erlaufen.
Damit war Tag 1 beendet. Die restlichen Bewerbe (unter anderem der 5000er) wurde auf den nächsten Tag verschoben. Für die Ausdauerläufer nicht verständlich, da man unter den herrschenden Bedingungen einen 5000er locker hätte laufen können. Bei anderen Disziplinen wäre das natürlich rutschig und somit gefährlich geworden. Daher Abbruch.
Der neue Zeitplan hatte es sehr in sich. Für die Damen Start 1500m 12:30, Start 400m 12:50, Start 5000m 13:00. Maria Morales, Sabine Hofer und Sophie Kincses meldeten sich vom 1500er ab und konzentrierten sich allein auf den 5000er. Einzig Therese Wagenleitner zog das Programm durch.
Im 1500er musste sie sich ihrer AK Konkurrentin klar geschlagen geben, versuchte aber einer der U18 Athletin zu helfen, das Limit für die ÖM zu laufen. Das kostete sie vermutlich die PB. Die Zeit war mehr als zufriedenstellend und Silber mehr als erhofft.
Der anschließende 400er war sehr zach und Therese hatte schon nach 50m das Gefühl die Beine nicht mehr hoch zu kriegen. Im Endeffekt schaute wegen einer weiteren Abmeldung Silber heraus. Nach dem Zieleinlauf blieb lediglich Zeit, die bereits bereitliegenden Schuhe zu wechseln und zum 5000m Start zu joggen.
Dort versuchte sie sich gleich nach Start hinter Maria Morales einzureihen, da die junge USLA Athletin im Vorfeld gemeint hatte, eine wesentlich bessere Zeit laufen zu können. Sabine Hofer wäre ohnehin außer Reichweite und nach so einem Vorprogramm umso mehr. Die vorderen Frauen liefen aber eine unglaubliche Geschwindigkeit an, so dass Therese beschloss, sich an ihrer Uhr zu orientieren und einen 4er Schnitt anzulaufen. Das brachte zwar in den ersten beiden Runden bemitleidende Zurufe nach sich, doch dann lief sie auf die junge Athletin auf und es war ihr klar, dass sie diese gemütlich hinter sich lassen würde. Da stellte sich nur mehr die Frage: Vollgas geben und versuchen zu Maria aufzuschließen und um Silber zu fighten – und damit evtl. die Bronzemedaille gefährden, falls dann gar nichts mehr geht – oder halbwegs gemütlich zu Bronze zu laufen. Therese entschied sich für die 2. Variante. Maria gewann also Silber und Therese Bronze.
Bei den Herren waren Rudi Urban und Michael Seyss – Inquart am Start. Rudi lief eine Zeit lang mit Yannick Voithofer gemeinsam hinter dem außer Wertung laufenden Mahdi Sareban und Peter Müllner. Letzlich konnte er sich absetzen. Anscheinend waren ihm aber 5000m nicht genug, oder er hat sich verzählt? Er lief auf jeden Fall eine Runde zu viel und wurde deshalb auch anfangs fälschlich als 5. im Ergebnisprotokoll geführt, da der letzte Einlauf am Zielvideo gewertet wurde. Das war aber mit Hilfe der Rundenzähler rasch zu klären und Rudi Vizelandesmeister. Michael Seyss – Inquart wurde 5.
Eventuell überlegt man sich im Falle einer Verschiebung auf den nächsten den Zeitplan etwas genauer (Zeitdruck hin oder her) oder dehnt ihn nach hinten aus. Der ohnehin schwächelnden Salzburger Leichtathletik würde es gut tun, wenn die teilnehmenden Athleten/Innen zwischen den Disziplinen etwas Pause hätten. Von Abmeldungen hat niemand etwas.

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