Zum wahrscheinlich letzten Besuch der Salzburger Partnerstadt REIMS brachen am 19.10. 8 Uhr früh fünf ASV Athleten auf (Michi H, Mario K, Stephan G, Charly M, und Rudi K.  Michi stellte wieder den bewährten Feuerwehrbus, doch vier Plätze blieben leider unbesetzt, da zwei verletzungsbedingt absagen mussten.

Für uns fünf und unseren bewährten Betreuer vor Ort, Robert Maunz, hat es sich aber wieder ausgezahlt, sowohl sportlich als auch vom touristischen und gesellschaftspolitischen Standpunkt aus betrachtet, je einen Tag unseres irdischen Daseins für Hin und Rückreise zu opfern, blieben doch zwei ereignisreiche Tage in der Champagnerstadt.

FR 18 Uhr kamen wir pünktlich zum Champagnerempfang des Städtepartnerschafts Komitees und trafen dort auf eine 19 köpfige Truppe des Clubs Run Austria unter der Leitung von Ruth und Hannes Langer. Auch sie nutzten die Gelegenheit für einen Vereinsausflug, sie fuhren aber mit dem Zug und brauchten  gleich viel Zeit.

Nach dem Abendmahl in einer Pizzeria beendeten wir den Tag in einer netten Bar, wo wir mit Delirium Bier in Berührung kamen, die Auswirkungen spürten wir aber ohne Ausnahme alle erst am nächsten Morgen, alle hatten schwere Beine, manche auch Kopfschmerzen. Michis Nachforschungen im Internet ergaben einen sehr hohen Alkoholgehalt dieses Teufelsgetränks (8%).

Mit Schaudern dachten wir an unsere eigentliche Aufgabe am nächsten Tag und beschlossen den Tag sehr solide zu verbringen mit Sightseeing, Kathedralenbesteigung (260 Stufen) mit schwindelerregendem Rundgang um das Kirchendach, einfach beeindruckend. Beim Besuch des Büros (engl. Pub) mussten wir dann doch eine Giraffe trinken (Biersäule mit Zapfhahn). Anschließend kurzes Nickerchen in unserem Quartier CIS (in die Jahre gekommene Jugendherberge) bis zum Abendessen bei den 3 Brasseurs,

unserem Reimser Stammlokal, wo eigenes, sehr bekömmliches Bier gebraut wird zum vernünftigen Preis von € 5.60, in der Pizzeria kostete die Halbe 2€ mehr.

Um die Delirium Bar machten wir beim Heimgehen aber einen großen Bogen.

Am Renntag hatten wir dann unerwartete zarte 2° Plus mit Nebel und es war noch  finster beim Aufstehen 6.15, denn der Start des M und HM war schon 8.30 angesetzt.

Aber alle fühlten wir uns ausgeschlafen und körperlich fit. Mario durfte etwas länger schlafen (Start 10k um 11 Uhr).

Zu den Ergebnissen unserer sportlichen Bemühungen und ihre durchaus erheiternden Auswirkungen, denn Michi startete für den verletzten Willi H.  Ursprünglich von mir für 10km vorgesehen, wollte Michi dann doch den HM bestreiten – Robert konnte das leider nicht mehr ändern bei den Veranstaltern und musste dann Willi, der 10km laufen wollte, für HM melden. Die beiden sollten dann einfach ihre Startnummern tauschen.

Jetzt war aber Willi verletzungsbedingt nicht dabei und so beschloss Betreuer Mario

für Willi als Michi (franz. MISCHELL) den 10er zu laufen.

Dieses Schlamassel und ihre Auswirkungen wollten wir nicht, der sture Veranstalter ließ keine Korrekturen zu und auch die Gesundheitszeugnisse wurden fast nicht angenommen, da sie nicht in englischer Sprache verfasst waren und teilweise das Wort Wettkampftauglich nicht beinhalteten, Michi hatte kurioserweise eine ganze Anamnese auf deutsch zu bieten, gut dass das nicht auf englisch war, hätte wahrscheinlich ein Startverbot bedeutet.

Und so kam es, dass Michi, alias Willi H als gesamt 20. in 1.17.29 den HM finishte und mir (Rudi – 1.26.23) den Klassensieg wegschnappte. Als 27 jähriger hätte Michi auch den Klassensieg davongetragen.

Eine Woche nach dem Graz Marathon lief Stephan ausgezeichnete 1.28.56

und Mario, der die letzte Zeit eigentlich fast nur schnell gehend trainierte erreichte sehr gute 57.13 über 10 km. Er wunderte sich über die ständigen Allez, Allez Michelle Rufe von den Zuschauern, hatte er doch als einziger von uns eine Elite Nummer mit Namen.

Peinlich für ihn war, dass er ganz vorne am Start Aufstellung nehmen musste und das Feld nur so davonflog und er dann von der zweiten Welle fast niedergerannt wurde.

Charly konnte wegen Verletzung im Vorfeld wenig trainieren und lief ganz legal

1.55.09

Dass es sehr kalt war, merkte ich persönlich an der ersten 5km Zeit, sie war viel langsamer als alle anderen, ein ordentliches Aufwärmen war uns leider aufgrund zu weit entfernter Kleiderabgabe leider nicht möglich. Die Stimmung mit dem Nebel und der Sonne, als Mond verkleidet, war aber phantastisch und nach ein paar Kilometern hatten wir uns doch auf Betriebstemperatur gebracht. Nach einer Stunde sogar dann die Sonne im Rücken. Wir zogen uns um und gingen sofort zurück ins Quartier um lange und heiß zu duschen.

Der zweite Höhepunkt des Renntages war dann der Besuch eines Champagnerwinzers in den Weinbergen. Wir verkosteten dort einige Gläser und deckten uns alle mit einigen Flaschen als Mitbringsel ein, Platz genug hatten wir ja im Bus.

Um dem Bericht die epische Länge etwas zu nehmen (so viel Zeit zu schreiben kann auch nur ein Pensionist haben), möchte ich nur mehr erwähnen dass es wieder zu der 3 Brasseurs ging am Abend und dass wir beim Heimgehen der Delirium Bar nicht entkamen und was dort geschah, ja, da hättet ihr dabei sein müssen, das verrate ich euch hier in diesem Bericht……nicht.

Am nächsten Morgen um halb acht beim Frühstück vermissten wir den Michi und dachten er wäre wieder eingeschlafen. Charly machte sich auf den Weg ihn zu wecken und musste feststellen, dass er sich auf der Toilette eingeschlossen hatte, ein Metallstift hatte sich gelockert und er konnte mit der Klinke die Türe nicht mehr öffnen. Nach einer halbstündigen Sitzung konnte der Hausmeister den um Hilfe rufenden Michi endlich befreien.

Dann ging es wieder nachhause mit kleineren Staus und ähnlich lang dauernd mit einer kurzen Schlussbesprechung beim guten Hirten. 

Vielleicht kommen wir doch noch einmal REIMS, wir haben dich ins Herz geschlossen, wir melden uns selber an und den Robert nehmen wir einfach mit, denn den gibt’s dort wahrscheinlich nicht mehr (Rückkehr aufgrund seiner Pensionierung nach Österreich).

Merci Reims, merci Chéri Robert!!!

@krru

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