Seit 2011 beschickt die Vereinsführung Europas ältesten und berühmtesten Crosslauf mit den Besten, die der Verein im Ausdauerbereich zur Verfügung hat, einige wenige durften nicht mit und wurden zur LM über 5000m abkommandiert. Ein Highlight muss der Endlauf der Frauen mit 3 Starterinnen gewesen sein, wobei sich der SLV ein gewaltiges Eigentor schoss, indem sie ASV Neuerwerbung Claudia Kaiser nicht in die Wertung aufnahm, denn Vorschrift ist Vorschrift (Karenzfrist bei Vereinswechsel) und so hat der Titel für Sabine Hofer einen herben Beigeschmack, wenn es nicht einmal eine Drittplatzierte in der Wertung gab. Dennoch freut uns der Vizemeistertitel für Therese Wagenleitner und der inoffizielle dritte Platz für Claudia Kaiser, sie wird in Zukunft für unsere Damenriege eine echte Verstärkung sein. Der Veranstalter ÖTB konnte sich auch nicht erbarmen die Damen mit den Herren ins Rennen zu schicken. Wahrscheinlich vermutete man einen neuen Landesrekord der 57 jährigen Sabine. Dies alles erfuhr der Autor dieser Zeilen bei einem Massagetermin und auch dass unsere Nußdorfer Lauffreunde das Herrenrennen dominierten. Erst auf Platz 5 und 6 unser MSI und Rudi Urban zeitlich aber ganz knapp hinter dem Dritten. Bericht über LM folgt gesondert von einem Augen-und Ohrenzeugen in Kürze.

Jetzt aber zur Nebenfont nach Thüringen. Erstmals schickte die Vereinsführung auch zwei der besten aus der Walking-Riege dorthin, unser aussichtsreichster Kandidat, Anton Berg war heuer aufgrund persönlicher Wettkampfplanung leider verhindert und so mussten Jüngere ran, Anton Stockmaier rechtfertigte das Vertrauen der Vereinsführung und erreichte den hervorragenden 5. Gesamtrang über 17km in 2.10 auf der Nordic Walking Tour. Hätte er sich etwas selbstbewusster am Start positioniert, wäre die Sensation eines Rennsteiggesamtsieges vielleicht möglich gewesen, so der Originalton  von Toni, es könnte aber auch durchaus sein, dass seine momentane Hochform im Dartspiel das Spiel mit den etwas größeren Pfeilen mit Schlaufen etwas aus dem Lot brachte – (reine Vermutung der Vereinsführung).
Unser zweiter Starter, Mario Klinkov, Legionär beim Verein seit den 70er Jahren, zeigte den Thüringer Wanderern ebenfalls da Hinterteil und wie man mit Stöcken über die Wurzeln tanzt.
Er erreichte den Zielort Schmiedefeld 13 Minuten später und konnte mit seiner Leistung durchaus zufrieden sein, verwendet er diese Gehhilfen ja doch noch nicht sehr lange.
Unser Erster, von der Startzeit aus gesehen, war unser Feuerwehrbusfahrer Michael Holzner, um 7.30 musste er schon am Start in Oberhof -bekannt vom nordischen Schisport- erscheinen. Er belegte in 1.23.57 den 26. Gesamtrang, nicht schlecht bei 8000 HM Startern, immerhin hatte der Kurs über 800m Höhendifferenz aufzuweisen.
Gleich drei unseres Vereins hatten sich für die Marathonstrecke entschieden, Steffen Zeyer und Michaela Vlasak, beide Rennsteig HM erprobt, wollten heuer die nächste Rennsteigstufe erklimmen, es ist auch zu gefährlich sich gleich auf die SM Strecke zu wagen, meist frisst einem dann der Grenzgeier (offizielle Ausstiegsstelle) wenn man schlecht vorbereitet antritt. Beide erfüllten die Vorgabe des Vereines, sich an die Streckenlänge vorsichtig heranzutasten mit Bravour. Steffen, unser Bester, konnte die 3.23.16 aus dem Vorjahr, erzielt von Gottfried Schlager mit 3.22.15 stark verbessern.
Zudem knackte er den ASV Rekord von Obmann Rudi um über 32 Sekunden, einfach
saustark bei diesem Höhenprofil von über 1600 Metern.
Michaela erreichte trotz Problemen ab km 30 das Ziel in 4.19.56  als gesamt 89.
Bei dieser Kampfkraft braucht man sich um die Zukunft von Michaela keine Sorgen machen. Wenn sie noch die Schlaflosigkeit vor wichtigen Rennen in den Griff bekommt,
wird man über sie noch Großartiges berichten können.
Seinen bereits 10. (Jubiläums)marathon bestritt Stephan Granat, wann bei ihm das Ende der Fahnenstange erreicht ist, kann man noch nicht sagen, er verbesserte seine Rennsteigbestzeit aus dem Jahr 2016 um über 12 Minuten und belegte in 3.37.34 den 136. Gesamtplatz (über 3000 Starter gesamt). Wenn das linear so weitergeht, kann man sich ausrechnen, wann er den Streckenrekord von 2.34 knacken wird.
Nun zum Obmann. Er hatte die schwierige Aufgabe die Abwesenheit von Magic Christian Mlinar vergessen zu machen. Unser Rekordhalter auf der SM Strecke (Sadomaso oder auch Supermarathon genannt) –heuer wieder etwas länger um die Vergleichbarkeit etwas zu erschweren, stolze 73,9km lang, mit Anstiegen von 1867 Metern und Abstiegen von 1382 Metern – musste leider wegen Trainingsrückstand absagen und Rudi alleine um 2.15 aufstehen lassen um den Bus um 3.15 zum Start nach Eisenach zu erreichen (fast hätte er ihn verpasst). Nach einer ziemlich schlaflosen Nacht fehlte ihm sichtlich die Orientierung, hatte ihn doch bisher sein genialer Begleiter stets sicher zum Bus gebracht.
Schrecksekunden hin oder her, Rudi startete erwartungsvoll wegen ausgezeichneter Trainingsleistungen im Vorfeld pünktlich um 6 Uhr morgens in Eisenach und ließ sich auch nicht von den unmöglichsten Verkleidungen der Rennsteigultras irritieren -Rucksäcke, Trinkpatronengurte, Headsets, Bergschuhe samt Gamaschen, Monsterbärte mit Zopf, Tätowierungen jeder Art, auffallend das große R, das Rennsteiglogo am rechten Wadl (könnte man auch als Rudi deuten). Er legte los im leichtathletischen Kostüm (shorts und singlet, mit zwei Gels in den Händen, zwei in der Hose eingepfercht und einer Packung Taschentüchern am verlängerten Rücken befestigt, man weiß ja,
was passieren kann, nach solchen Nächten vor großen Rennen.
Eigentlich ist es ein Ding der Unmöglichkeit in einem Bericht alles zu erwähnen, was man bei so einem langen Lauf erlebt, daher bin ich auch schon im Ziel.
Rudi finishte in 7.01.49, nachdem er lange auf Kurs 6.40 gelegen war, und erreichte damit den 101. Gesamtplatz. Völlig erstaunt war er dann, dass diese Zeit für einen Klassensieg reichte, aber zwei Silberrücken vor ihm wurden  in der Mumienklasse II (M65)gewertet. Damit war sein Glück perfekt. Nach 2015 HM Klassensieg und 2016 Marathon, gelang ihm auch der SM Sieg in der selben Klasse, also ein Rennsteig Triple.
Aufgrund der Vorgaben (Berichtlänge) müssen leider alle sonstigen Erlebnisse der Reise mündlich bei den Teilnehmern erfragt werden, sie stehen am MI beim Vereinsabend Rede und Antwort.
Nur eines noch, am Ende unserer Reise, beim Waschen des Feuerwehrbusses, passierte es, dass eine etwas ältere Dame nach der Lanzenwäsche nicht wegfuhr sondern seelenruhig begann ihr Auto auch noch trocken zu ledern. Ohne das beherzte Eingreifen des Obmannes – er fand die richtigen Worte wie man mit solchen Zeitgenossinnen umzugehen hat –  wären wir wahrscheinlich knapp vor dem Ziel in Bergheim wohl noch in einen Stau geraten. Die Begründung der Dame für ihr Ausharren am Waschplatz war:
„ seit 7 Jahren wasch ich hier mein Auto, es ist mir zu heiß um das Auto wo anders trocken zu reiben, sie müssen schon warten bis ich fertig bin“
Etwas genervt verwechselte sie noch den 1. Gang mit dem Retourgang, doch Ende gut alles gut, die Zimmer für den nächsten Rennsteiglauf am 18. Mai sind vorgebucht.

@RR
Ergebnisse: https://www.rennsteiglauf.de/wettkampf/ergebnisse/

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