Am 9. September fand in der Schweiz der allseits bekannte Jungfrau-Marathon statt. Mit riesigem Aufwand feierten die Schweizer die 25 Jahr Jubiläumsveranstaltung. Das sich unter den 5000 Teilnehmern 2 Läufer befanden, die am Marathon bereits 27mal teilnehmen ist genau so ein Mysterium wie ein Läufer namens Klaus Neumann. Der 65jährige Klaus finishte oben auf der Kleinen Scheidegg seinen 1000sten Marathon. Damit müsste er in 20 Jahren jede Woche einen Marathon laufen, oder wahrscheinlicher in 40 Jahren jedes Monat mindestens 2 Marathons. Man könnte das Zahlenspiel jetzt endlos fortsetzen. Nähme man an das Startgeld eines Marathons kostet im Schnitt etwa 80 Euro, so hat er für seinen 1000 Marathons 80 000 Euro hingeblättert, natürlich nicht inkludiert die Anreisekosten, Übernachtungskosten usw. Der Mann hat sicher einen interessanten Job mit wenig Arbeit und viel Verdienst, wahrscheinlich aber ist er Marathon-Tester. Interessant auch die schnellste Frau namens Maude Mathys aus der Schweiz. Mit einer Zeit von 3:12 Std. verbesserte sie den Streckenrekord der Damen um sage und schreibe 7 Minuten. Das ist ein km-Schnitt von etwa 4:30 bei 1800 Höhenmeter. Da ist unsere Andrea Mayr ja fast eine Gelegenheitsjoggerin. Sie benötige 3:20 (nicht dieses Jahr). Der Streckenrekord bei den Männern liegt übrigens bei 2:50. Sagenhaft! Interessant war auch das Rennen bei den Männern. Mekonnen aus Äthiopien lag bei km 20, die großteils flach verlaufen, bereits ½ km vor seinen Gegnern, doch bergauf zeigte sich dann, dass flachlaufen und berglaufen doch zwei verschiedenen Paar Schuhe sind. Cardona aus Kolumbien lief noch locker an Mekonnen vorbei und siegte in 2:56. Mekonnen wurde in 3:02 nur Dritter.
Kommen wir aber jetzt zu Maria: Sie schlug sich tapfer, lief bis km 20 etwa einen 5er Schnitt und lag damit in ihrer Klasse auf dem 17. Rang. Bis hoch zum Eigergletscher (1500 Höhenmeter) konnte sie 5 Plätze gutmachen, die sie leider auf den letzten 1,5 km wieder verlor. Knieschmerzen auf den Bergabstrecken vor dem Ziel drosselten das Tempo und so landete sie im Ziel als 17. von 263 Teilnehmern in ihrer Klasse mit einer Zeit von 4:51 Std. Damit belegte sie den 162. Rang von über 1100 Frauen. Für mich als Zuschauer und Betreuer zeugten nur die erschöpften Gesichter von den gewaltigen Anstrengungen im Hochgebirge, ansonsten hätte das Ziel auch am Kapuzinerberg oder Mönchsberg sein können. Bei Sichtweiten von 50-100 Meter war von der berüchtigten Eiger-Mordwand und den 4000ern Mönch und Jungfrau leider gar nichts zu sehen.
HKI Ergebnisse
