Die siebente Ausgabe des Mozart100 bot eine grundlegend geänderte, selektive Streckenführung, ideales Laufwetter und große Sieger. Starke individuelle als auch international beachtliche Leistungen.

Als Teil der Ultra-Trail World Tour musste der Veranstalter des Mozart100 heuer nachlegen und passte daher die Streckenführung derart an, dass der Trailanteil deutlich angehoben wurde. Waren die Jahre davor die rund 100km auf zwei Runden zwischen Salzburg und dem Fuschlsee zu bewältigen, so ging es für die längste Distanz im Rahmen des Mozart100 heuer bis auf die Schafbergalm und den Wolfgangsee und das auf nur einer großen Runde. Die Strecke wurde zudem großteils von Asphalt- und Forststraßen auf deutlich anspruchsvollere Wanderwege verlegt.

Der ASV war zum Unterschied zu den letzten Jahren erstmals nicht mit einer Staffel vertreten. Stattdessen kämpften Jutta, Lisa, Rudi, Toni, Daniel und Christian als Einzelkämpfer auf unterschiedlichen Distanzen.

Daniel Steinlechner eroberte über die 12,5km des City Trail den ausgezeichneten zweiten Platz.

Über die 30km und 1.170hm von Fuschl nach Salzburg kämpfte sich Lisa Bornscheuer und kam als Gesamt 56. und 14. Dame in 4:02:46 ins Ziel.

So gut wie bei jedem Marathon gibt es Altersklassenwertungen, welche sicherstellen, dass die persönlichen Leistungen der vom Jugendlichen bis zum Pensionisten reichenden Teilnehmer entsprechend gewürdigt werden. Der Veranstalter des Mozart100 entschied sich zum Leidwesen von Jutta Kotoy jedoch dagegen, ehrte nur die 3 Gesamt Schnellsten und so wurde Jutta in 5:47:43 über die 42km und 1.650hm zwar sehr gute gesamt 27., allerdings "nur" 4. schnellste Dame und ging damit bei der Siegerehrung leer aus. Alfred als Begleiter am Mountainbike sollte nicht unerwähnt bleiben. Er war Jutta und auch den übrigen ASVlern ein wichtiger Anfeuerer an der Strecke. Das nächste mal wollen wir dich aber wieder als Läufer sehen!

Anton Stockmaier lief ebenfalls die Marathondistanz und tastet sich mit seinem erfolgreichen Finish in 5:21:52 und als gesamt 19. langsam wieder an seine alte Ultra-Form heran. Auch seine Investition in einen Hightech Laufrucksack lässt hoffen, dass der ASV zukünftig wieder eine mit Toni gestärkte Ultra-Sektion besitzt.

Rudi Kranawitter und Christian Mlinar entschieden sich für die Teilnahme am Scenic Ultra. Eine Runde über 62,6km gespickt mit 2.200hm. Rudi geplanterweise, Christian als Vernunftentscheidung, statt der geplanten 105km. Eine hartnäckige Erkrankung 3 Wochen vor dem Start ließ leider das "ganz große Ding" nicht zu. Trotz dem üblichen Tief nach ca. 35km konnte Christian, der zwischenzeitlich vom bis Fuschl gehaltenen 4. Gesamtrang auf den 6. Rang zurückgefallen war, auf dem technisch schwierigen letzten Viertel der Strecke wieder einen Platz gut machen und lief in 6:19:10 als gesamt 5. und erster seiner Altersklasse im Ziel am Residenzplatz ein. Rudi ereilte das Schicksal des Technikverweigerers (keine GPS-Uhr) und stoischen Straßen-Ultraläufers (immer hinter einem anderen Teilnehmer herlaufen) und er verlief sich am Nockstein derart, dass er de facto den Anstieg ein zweites mal bewältigen musste. Ein ärgerlicher Fehler, der ihm viel Zeit und eine (noch) bessere Platzierung kostete. Ausreden ("die Wege dort waren so unübersichtlich") konnten natürlich nicht akzeptiert werden. Da Rudi auch beim technischen downhill Schwächen zeigte, wird er nächstes Jahr zu Trailläufen am Gaisberg und Nockstein zwangsverpflichtet werden, damit ihm als lokale Laufgröße so ein Fehler nicht noch einmal passiert. In 7:59:32 wurde es heuer ein gesamt 35. Platz, womit er als 8. in seiner Altersklasse den Lauf beendete.

Den Hauptlauf über 105km und 4.700hm gewann der Italiener Alexander Rabensteiner in beeindruckenden 10:26:53 vor Harry Jones aus Großbritannien und dem mehrmaligen Sieger in Salzburg Csaba Nemeth aus Ungarn. Zum Vergleich: Gabor Muhari lief die 103km letztes Jahr in 9:14. Die ersten 5 Läufer waren damals schneller als der heurige Sieger. Dies ist einzig und allein der neuen, schwierigeren Strecke zuzurechnen!

Ein internationales Podest gab es auch bei den Damen. Cecilia Flori aus Italien in 12:03:32 (Gesamt 7.!) vor einer Landsfrau und einer Australierin.

In Summe ist der Mozart100 eine solide und für Salzburg wichtige Laufveranstaltung, mit internationalem Flair. Die neue Strecke bietet echten Trail mit knackigen Anstiegen und schwierigen downhills. Jedenfalls eine deutliche Aufwertung gegenüber der alten Strecke. Bei der Anzahl der Labestationen, insbesondere von Fuschl nach Salzburg sollte nachgebessert werden (nicht auszudenken wie es den Teilnehmern bei heißem Wetter ergangen wäre…) und auch die Einführung einer Altersklassenwertung beim Marathon sollte vom Veranstalter erwogen werden. Ansonsten freuen wir uns bereits auf die Neuaustragung am 23.6.2018!
cm

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