„Essen’s nur g‘scheit, Frau Emminger! Wer woaß, ob’s beim Marathon wos gibt!“, meinte meine nette Gastgeberin in Burgauberg nahe Rauchwart im mildklimatischen Südburgenland, der ‚Toskana Österreichs‘.
Dort verbrachte ich die Nacht auf den Marathontag am Samstag, 7.11. sehr gut schlafend. Beim leckeren Frühstück hatte ich meinen Focus schon auf die vor mir stehenden, genau ausgemessenen 8 Runden je 5.275 Meter um die beiden idyllischen Rauchwarter Seen gerichtet. Um diese frühmorgendliche Zeit schlief sicher noch ganz Rauchwart. Ganz Rauchwart? Nein! Die Organisationstruppe rund um Jürgen Penthor, Obmann des ‚Club Supermarathon Austria‘, war bereits eifrig am Aufbauen. Und als ich um 8.30 Uhr dort hinkam, herrschte schon reges, aber gemütlich-familiäres vormarathonisches Treiben mit viel netter Plauderei und Scherzerei unter Läufern und Organisatoren. Meine Gastgeberin sollte übrigens nicht recht behalten: die Labestation war reichlich bestückt – es gab genug zu essen und zu trinken – sogar Kuchen! Um 10.00 Uhr erfolgte der Startschuss und wir legten los. Beim Marathon starteten 85, den HM bestritten insgesamt 59 Läufer – und dann gab es noch 18 Staffeln. Die Strecke führte je zur Hälfte über  Schotterwege und Asphalt – und jede Runde hatte 12 Kurven, also sehr abwechslungsreich, aber auch sehr anspruchsvoll. Steigung gab es nur eine geringfügige. Die Differenz vom höchsten zum tiefsten Punkt betrug lediglich 13 Meter. Und weil wir schon bei den Fakten und Zahlen sind: Es war mein 2. Marathon, den 1. lief ich vor 14 Jahren in der Wachau. Ich bekam die Startnummer 2. Und ich wurde 2. Frau gesamt mit der Zeit von 3 Stunden, 46 Minuten und 43 Sekunden. Also mich verfolgte die "2" an diesem Tag!
Abgesehen von den numeralen Daten muss ich noch berichten, dass uns viele Zuseher und Spaziergänger nicht nur bei der Start-Ziel-Labe anfeuerten, sondern auch auf der Strecke. Da unser Vorname auf der Startnummer stand, riefen sie uns zum Teil sogar mit Namen: "Hop auf, Renate! Super! Geht scho nu!" Daraufhin startete ich in der letzten der 8 Runden nochmal voll durch, um überglücklich über die Ziellinie zu rennen. Dort bekamen wir sehr schöne Finisher-Medaillen umgehängt – und bei der Siegerehrung überreichte mir Jürgen für den Rang 2 eine originelle Medaille in einer Schatulle. Der Marathon in Rauchwart ist etwas ganz Besonderes und sehr zu empfehlen! 

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