Etwas ungeplant war meine Teilnahme am Marathon in Berlin. Anfang August teilte mir mein Chef mit, dass
ich über die Firma eine Teilnahme am Berlin Marathon gewonnen hätte. Startgeld und Hotel würde die Firma bezahlen.
Somit war für mich klar, dass ich trotz verkürztem Trainingsplan teilnehmen würde.
Einsam und allein flog ich nach Berlin, da mein Mann einen wichtigen Zehnkampf in Wien hatte. Einsam und allein
war ich dann in Berlin nicht mehr. Überall Läufer, am Flughafen, in den Straßen, in der U-Bahn und besonders beim
Start (wo sonst?). Eingeklemmt im Startblock E zwischen Horden an stinkenden Männern wälzte ich mich nach dem
Startschuß zur Startlinie. Auf den ersten 21 km verlor ich schon 5 min gegenüber dem Wien-Marathon. Schuld waren
die Massen an Läufern, an denen man sich kaum vorbeizwängen konnte.
Danach lief es besser und bei guten Läuferbedingungen lief ich relativ entspannt in 3:27,21 Std. ins Ziel. Immerhin konnte
ich gegenüber meinem schnellsten Marathon in Wien auf der zweiten Hälfte noch 3 min gutmachen.
Fazit: Zufrieden mit der Zeit, zufrieden mit dem Platz (21.), nicht ganz zufrieden mit der Massenveranstaltung, da
besonders beim Start doch ein starkes Gedränge herrschte. Einmal im Leben Berlin – das ist ganz okay.
MM

