Abenteuer-Outdoor Berglauf auf die Postalm: 13km und 800 Höhenmeter und viiiiiel Wasser
Situation vor dem Start in Strobl letzten Samstag: strömender Regen und starker Wind wechseln ab mit wolkenbruchartigem Niederschlag und Sturmböen. Ein einsamer Windsurfer zischt mit Höllengeschwindigkeit auf dem Wolfgangsee von einer Seite der Strobler Bucht zur anderen. Draußen am See sieht man Wellen mit Schaumkronen…
Also optimale Abenteuer-Verhältnisse für hartgesottene Bergläufer! Ein Grüppchen von ca. 80 Leutchen hüpfte letzten Samstag kurz vor 9.30 Uhr am Start direkt am See nervös herum, um sich wenigstens ein bisschen warm zu halten, denn der Herbst mit unter 10 Grad ließ nicht nur nass, sondern auch kühl grüßen. Und Rennate hüpfte mit – als einzige weit und breit vom ASV Salzburg LA (einheitliche Schreibweise beachtet!) Unter solchen Verhältnissen war es auch kein Wunder, dass selbst der Startschuss versagte: Es hieß dann: „Auf die Plätze, fertig…“ (kein Schuss!) „…jetzt laffts scho!!!“ Nun gut, wir folgten gern der Aufforderung, uns intensiver zu bewegen. Zuerst ging es ein Stück der Straße entlang, bis wir den Wanderweg zur Postalm erreichten. Sicher atmeten alle erleichtert auf, als sie merkten: der Starkwind weht nur direkt am See – hier schüttet es bloß in Strömen.
Doch bald sollten wir eine ganz andere Überraschung erleben! Weiter oben mutierte nämlich der sonst liebliche Wanderweg zum Gebirgsbach. Der trockene Erdboden hatte über die heißen Sommertage wohl vergessen, wie man Regenwasser aufsaugt. Sicher dachte sich jede Läuferin und jeder Läufer in diesem Moment dasselbe: „Iatz is ois wuascht! Oafoch eini in Gatsch!“ Teilweise stand uns das Pfützenwasser wie bis über die Knie. Ein besonders erhebender Anblick waren die zahlreichen, sich spontan bildenden Wasserfälle, die den Gebirgsbachwanderweg querten – das Wasser wusste einfach nicht mehr, wo es hingehörte! Gottseidank war es nicht sonderlich rutschig und man konnte immer irgendwie die Sturzbäche zwar nicht stolper-, aber sturzfrei passieren. Oben auf der Alm, nachdem ich mich davor noch kurz mal verlaufen hatte und wieder zurück zu einer Abzweigung musste, drangen dann wunderbare Worte eines Zuschauers an mein Ohr: „Nur mehr a poar Meter, donn geht’s obi!“ Und so war es auch! Endlich ging‘s bergab zum Ziel bei der Alm. Es war ein matschiger Slalom zwischen Steinen, Grasmugeln, Kuhfladen und staunenden Kühen, die mit ihren Glocken schon das nahende Ziel einläuteten. Bei der Siegerehrung erhielt ich dann selber eine Kuhglocke als Preis. Ich wurde 3. in der W 50 (gesamt 9.) hinter Irmi Kubicka, die gesamt 2. wurde! und Andrea Zirknitzer (gesamt 8. Dame).
ERGEBNISSE 1. Postalm Berglauf:
Gesamtsieger: Gruber Robert und Engelbrecht Andreas ex equo, 3. Schreiner Franz
Gesamtsiegerinnen: 1. Penker Marlies, 2. Irmi Kubicka, 3. Engelseder Margit
Hier alle Ergebnisse: http://www.wsv-strobl.org/2015/09/05/1-postalm-berglauf-bei-feuchtem-wetter/Und hier die Fotos – sehr sehenswert – obwohl leider die Wasserfälle nicht drauf sind – wäre wohl für den Fotografen zu gefährlich gewesen!https://www.flickr.com/photos/wolfgangsee1/sets/72157657890542648

