Als ehemaliger Mitarbeiter der ASFINAG und damit intensiv in die Projektentwicklung und -umsetzung Eingebundener wurde ich zur Verkehrsfreigabe der S10 Mühlviertler Schnellstraße, Abschnitt Umfahrung Freistadt, eingeladen. Der Programmpunkt "Siegerehrung des Laufs" weckte mein Interesse. Eine Google-Suche führte mich zur Homepage des Tripower Freistadt – Teams, welche als Veranstalter dieses 5km und 10km Wettkampfs verantwortlich zeichnete. Nur zum "Bandlschneiden" von Salzburg ins Mühlviertel zu fahren kam mir etwas übertrieben vor; die Kombination mit einem Laufbewerb schien mir jedenfalls vernünftig. 
 
Die Verkehrsfreigabe und damit auch der Laufbewerb wurden mit Kaiserwetter belohnt. Ein krönender Abschluss einer großen Baustelle und ein herrlicher Rahmen für einen sportlichen Wettkampf. Kühle Temperaturen sollten schnelle Zeiten auf der neuen Asphaltfahrbahn zulassen. Dachte ich mir… Ich hätte es besser wissen müssen. Das Mühlviertel ist ein Hügelland. Und obwohl die S10 gespickt ist mit Tunneln und Unterflurtrassen weist der Abschnitt welcher belaufen werden sollte konstante 3% Steigung/Gefälle auf. Da zweimal eine 5km Runde vorgesehen war, gliederte sich die Strecke in jeweils 2,5km lange Einheiten runter/rauf/runter/rauf. 
 
Die beiden stärksten Vertreter und späteren Sieger des Tripower-Teams Freistadt zogen das Rennen ohne Gnade in einem 3er Schnitt auf den ersten 2,5km an. Ich ging knapp dahinter das hohe Tempo mit. Beim Rückanstieg zu Start/Ziel verlor ich zwar den Anschluss an die beiden Führenden, konnte mich aber gleichzeitig von einer 4er Verfolgergruppe absetzen. Das Berglauftraining der letzten Wochen zeigte Wirkung; mein Schritt blieb relativ lang. Auf der Bergabstrecke der zweiten Runde machte sich (wieder einmal) mein Magen negativ bemerkbar. Ich befürchtete schon Krämpfe wie beim Salzachuferlauf, doch das Schlimmste blieb mir erspart, die Konkurrenten somit auch auf Abstand. Der letzte 2,5km Anstieg ließ noch einmal die Oberschenkel brennen. Laktat hallo!
 
Ein schönes Gefühl, bei diesem einmaligen (so wird’s den Lauf nie mehr wieder geben!) Lauf aufs Stockerl zu laufen. Die Zeit von 37:12 ist für diese Berg- und Talbahn-Strecke nicht sooo schlecht, aber auch nicht die – in Unkenntnis des Streckenprofils erhoffte – schnelle 10er Zeit zum Saisonabschluss. Das Bier mit den ehemaligen Arbeitskollegen im Rahmen der Verkehrsfreigabe schmeckte trotzdem vorzüglich!
 

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