Als Erfolg erwies sich das am Abend des 8.10. von unserem Verein abgehaltene Meeting mit Läufen über 200 Meter und 800 Meter. (Die Ergebnisse finden sich am Ende dieses Berichts.) Die Aussicht auf wertvolle Punkte für die vereinsinterne Bestenliste veranlasste eine ansehnliche Schar von ASVlerInnen zur Teilnahme, von denen sich viele zum ersten Mal diesen beiden Distanzen stellten. So war die Szenerie von roten ASV Dressen dominiert, doch traf man auch einige USLA Nachwuchsathletinnen (kleines „i“ ist bewusst verwendet), was der Veranstaltung den ASV-inzestuösen Beigeschmack nahm.
Auch die Organisation ließ keine Wünsche offen. Die Ausgabe von Startnummern signalisierte, dass es sich nicht um eine zu später Stunde am ASV Läuferstammtisch aus einer Bierlaune hervorgegangene  Juxpartie handelte, sondern in der Tat um einen ernsthaften sportlichen Wettkampf. Die Zeitmessung nahm der Präsident höchstpersönlich mit der Handystoppuhr vor, sodass größtmögliche Präzision garantiert war. Auf Firlefanz wie Startmaschinen oder Kurvenrichter wurde hingegen verzichtet.
Doch es war nicht nur die Freude am Lauf, die die Massen in die ASV Arena strömen ließ. Einen wesentlichen Anteil daran hatte auch das in der Wettkampfausschreibung avisierte Erscheinen von Walter Dungl, dem Mister Mittelstrecke des ASV, der den Verein über Jahre als überaus erfolgreicher Aktiver, Trainer und Funktionär prägte und um dessen Person sich zahlreiche Legenden ranken. So waren also viele der Anwesenden unter dem Motto „Gemma Dungl schau’n“ gekommen.
Und tatsächlich, 10 Minuten vor der festgelegten Startzeit betrat Walter himself die Szene, präsentierte sich leutselig, machte einen Scherz hier, einen dort und plauderte auch mit dem gemeinen Läufervolk. Außerdem avancierte er in seinem in Neonfarben schillernden Sprinterdress zum Eyecatcher dieses lauen Herbstabends.     
Der Wettkampf begann allerdings mit einer Panne. Beim ersten nur mit Damen besetzten Lauf über 200 Meter versagte die Zeitnehmung. Es gelang allerdings nicht den Lauf abzubrechen, sodass ihn die Athletinnen zu Ende brachten ohne gestoppt zu werden. Eine Wiederholung des  Laufs wurde also notwendig, was die toughen Damen ohne nennenswertes Knurren und Murren zur Kenntnis nahmen.
Walter Dungl enttäuschte die Fachwelt nicht und bot über 200 Meter eine beeindruckende Leistung. Kein anderer Athlet wagte es schneller als er zu laufen. Keiner? Nun, fast keiner, denn Rudi U. besaß die Unverfrorenheit, 4 Zehntelsekunden eher als Walter ins Ziel zu stürmen. Es obliegt nun dem Präsidenten ihn ob dieser Majestätsbeleidigung zu disziplinieren (am nachhaltigsten macht man dies öffentlichkeitwirksam, etwa im Rahmen des ASV Läufer Stammtisches).
Bereits etwa 25 Minuten nach den 200m Heats wurde der 800 Meter Bewerb gestartet, wobei die AtheltInnen auf  zwei Läufe aufgeteilt wurden.  Trotz der Vorbelastung traten dazu alle Absolventen der 200 Meter Distanz an. Alle? Nun, fast alle, denn Edgar V. hatte schon anfangs betont wegen mangelnder Fitness von seinem Start abzusehen.  Insider vermuten aber, dass diese Begründung nur vorgeschoben wurde und sich bei dem auf eine lange entbehrungsreiche Vergangenheit als Mittelstreckler zurückblickenden Athleten eine posttraumatische Belastungsstörung bemerkbar machte und ihn psychisch blockierte.
Das oben geschilderte schlechte Beispiel von Rudi U. machte offenbar Schule, denn über 800 Meter drängten sich sage und schreibe 5 (in Worten: fünf) Läufer vor Walter Dungl, allen voran wiederum Rudi U. (no na net).
Nächste Woche, d.h. am 15.10., findet abermals ein Meeting auf unserer Anlage statt, bei dem es Punkte für die Vereinswertung zu ergattern gilt. Zuerst werden die 400 Meter gelaufen, danach die 1500 Meter (eine aus dramaturgischer Sicht geniale Einteilung, ist doch auch beim Zehnkampf  der 1500 Meter Lauf die letzte Chance, Punkte für das Gesamtergebnis zu machen). Ergebnisse Meeting 8.10.2014 E.V.

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