Seekirchen, 7.9.2014  

Die für Otto Normalverbraucher zwar grundsätzlich erfreulichen, von Läufern jedoch eher missmutig aufgenommenen warmen Temperaturen (20 Grad hat’s seit gefühlten 4 Wochen nicht mehr gehabt) und das bei Läufern ja nicht so beliebte sonnige Wetter (Ausrufe wie „heut sticht’s aber wieder“ waren zu vernehmen) können’s wohl nicht gewesen sein, die eine doch beachtliche Runde an ASV-Läufern bewog nach Seekirchen zu pilgern. Es muss wohl doch die traditionsreiche und wie immer super organisierte Laufveranstaltung selbst gewesen sein… und das sonst so beliebte Tempobolzen wird auf den doch eher schwierigen Strecken in Seekirchen sowieso relativiert. Es wird munter abgerundet um die gelaufenen Zeiten auf "normale" Strecken "umzurechnen". Aber der Reihe nach…

Ungewohnt warm war’s und schwül und die Angst vor den Höhenmetern die auf der Strecke darauf warteten erklommen zu werden, war allen vor dem Lauf schon anzumerken. Beim gemeinsamen Start um 10:30 warfen sich die im Block wartenden Nebenmänner und -frauen verstohlene Blicke auf die Startnummern zu (um heruaszufinden wer HM und wer die 10K lief) und der ein oder andere begann so bereits schon Minuten vor dem Start zu spekulieren, welche Platzierung wohl heute rausschauen könnte. Das wird einem ja bekanntlich erst bei km 5 so wirklich klar; dort wo die 10,2km-Läufer links abbiegen und die Halbmarathonis ihre Runde um den See weiter geradeaus fortsetzen. Da trennt sich dann auf wundersame Weise das Läufervolk vor einem auf und die Freude über Jede/n der „den anderen Weg“ nimmt, beflügelt den eigenen Laufschritt.

Apropos Laufschritt: der ist ja in Seekirchen traditionell nicht so leicht sauber zu führen. Zwingen doch Untergrund (Schotter) und Strecke (kurvig und hügelig) die Läufer zu ständiger Anpassung. Eine Aufgabe, die an die Substanz gehen kann, wie auch heuer einige zu spüren bekommen haben.

Über die 10,2 km bestritt Christian Mlinar ein beherztes Rennen („Zeit nebensächlich, Platzierung alles!“). Bei der o.a. Weggabelung trennten sich ausreichend viele Läufer vor ihm von der 10er Strecke ab, wodurch sich Christian plötzlich am 3. Gesamtplatz wieder fand. Der Führende war schon lange außer Reichweite, doch der 2. Platzierte „provozierte“ Christian durch konstantes 50m-vor-einem-Herlaufen so lange, dass er 1 km vor dem Ziel zu einer Temposteigerung ansetzte und damit den 2. Gesamtrang für den ASV erkämpfte. Dies bedeutete auch den 1. Rang in der AK40. Sehr stark lief auch Sascha Warto, der als 10. Gesamt den 5. Platz in der AK40 erreichte.  

Therese Wagenleitner kämpfte lange Zeit mit der 2. Dame, bis sie der hügeligen Strecke etwas Tribut zahlen musste; der hervorragende 3. Gesamtrang bedeutete den 2. Platz in der W30. 
Und dann war da noch Brigitte Brunnauer, die alle und wahrscheinlich sich selbst am meisten überraschte mit dem 3. Rang in der W40. Gratulation!

Auf der Halbmarathonstrecke gab es in Anwesenheit eines Top-Läufers des run2gether – Teams in Wahrheit nur einen Favoriten für den 2. Gesamtrang. Lokalmatador Gerhard Lettner strotzte wie immer vor dem Lauf mit understatements (war krank; schaumamoi was geht; …), wurde vom Platzsprecher trotzdem mit Vorschuss-Lorbeeren bedacht und hielt was sich alle von ihm erhofften. Nach einem starken Rennen setzte er seine unglaubliche Serie von 11 Platzierungen in Folge auf dem Stockerl beim HM-Seekirchen fort und wurde Gesamt 2. 1. Platz in der M45. Hut ab vor dieser Leistung und der Konstanz über viele Jahre!

Andreas Hofmüller ereilte das o.a. Schicksal von der Strecke abgeschüttelt worden zu sein. Seine 1:26:26 und der 14. Gesamtrang (6. Allgemein männlich) sind trotzdem stark, auch wenn er es im Ziel nicht hören wollte. Heinz Fröhlich als gesamt 59. (7.AK40) und Peter Polednak (129. Gesamt), der auf den starken 3. Rang in der M60 lief, machten die Männer-Riege des ASV komplett.

Maria Morales. Wie immer laufend wie ein Uhrwerk, trotzdem mit der schwierigen Strecke etwas hadernd, holte für den ASV den Sieg in der W45. Die 1:39:46 sind stark; im Gegensatz zu Andi konnte sie das auch annehmen.  ;o)

Und dann war natürlich wieder Rennnnnate Emminger am Start…. und schnell im Ziel. Eine Woche nach ihren 1:47:05 in Bad Reichenhall (wir erinnern uns: inkl. Wildbachquerung!) lief sie heute in 1:48:06 auf den 1. Rang in der W50. Wo nimmt diese Frau ihre Energie her?!?

Gratulation dem Veranstalter, dem Skiclub Seekirchen, der zum 15 mal bewies, dass er einen hervorragenden Lauf organisieren und die Läuferschar begeistern kann. 2015 kommen wir wieder!
Alle Ergebnisse unter: http://my3.raceresult.com/details/index.php?page=4&eventid=27227&lang=de

cm

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