„Aufi muas i“ ….und nicht nur ich dachte mir das offensichtlich an diesem für einen Berglauf perfekten Lauftag. Meist bedeckt, nicht zu kühl und trocken, das waren die Bedingungen, die 310 (von 365 Nennungen) zum finishen auf der Stoißer-Alm nutzten.
Berglauf ist anders und sicher nicht meine Spezialdisziplin. Belohnt wird dennoch jeder mit einer Art Gipfel- Hochgefühl und einer nicht endenden Kuchenauswahl und warmen Tee im Ziel.

Eine Portion Demut und Respekt schadet in den Bergen allgemein nicht…im Speziellen gilt das in diesem Fall für all die Leistungen, die an diesem Tag gezeigt wurden. Nahezu absurd erscheint einem die Siegerzeit in 30:24 vom Sieger Korbinian Schönberger vor einem nach dem Schafberglauf wieder extrem starken Robert Gruber in 31:06 mit kleinem Abstand vor dem ersten ganz jungen 19 jährigen in 31:52. Der Umstand, dass an dem Tag auch die bayerischen Berglaufmeisterschaften ausgetragen wurden machte es erstaunlich, wie dicht die Schlange vor mir am Berg war.
Am Ende war es Gesamtplatz 58. und der 8.Platz in der M35 in 37:53.  Im Verhältnis gesehen bin ich besseres gewohnt…das ist aber auch völlig egal.

Aber wie gesagt es kommt eine Portion Demut auf und man muss den größten Respekt vor den gezeigten Leistungen haben. Zum Beispiel davor, dass die M35 fast noch die „Streichelklasse“ war. In der M40 wären 12 Läufer schneller gewesen und an deren Spitze ein starker Lokalmatador Stephan Tassani-Prell vom SC Ainring mit 33:49 am Ende bayerischer Meister in seiner Klasse.

Aber auch er konnte nur staunend auf seine „Klassennachbarn“ in der M45 schauen, in der doch immerhin das komplette „Stockerl“ knapp vor ihm im Ziel war. Und so kann man weitermachen, denn unglaublich aber diese Laufkollegen mussten wiederum Dr.Paul Deuritz und Winfried Huber aus der M50 den Vorrang lassen…(33:01)

Ach ja, das komplette M55-er Stockerl war übrigens schneller als ich…Immerhin konnte ich die W40,  W45 und die W 50 Siegerinnen knapp auf Distanz halten (ganz knapp 40 sek, sowie 2 bzw 4 Minuten) – ein wirklich fairer Vergleich ;-)!
Genauso musste sich die  M60 und M65 mir knapp geschlagen geben.

Auf den  M75 Sieger konnte ich gerade mal 8 Minuten rauslaufen… ein Alter, in dem andere vielleicht einen Mittagsspaziergang nach dem Essen machen oder einen Rollator benutzen. (Wenigstens war er seines Zeichen Berglaufweltmeister seiner Klasse…puh wenigstens ein  wirklich guter seiner Zunft!)

Ähem tja…..und dann war da noch dieses Mädl Jahrgang 1997 im zarten Alter von 16 oder 17 Jahren…wo man eher Pubertätsproblemchen vermutet…Sie hat sich vermutlich gerade das zweite Stückerl vom Kuchenbuffet genommen, als ich über die Ziellinie gerobbt bin. (Gesamtsiegerin in einer Zielzeit von 36:38 !!!)

Also wenn mal jemand übermütig werden sollte… oder jemand jemanden kennt….macht einen Berglauf und kehret wieder in tiefer Demut 🙂 !!!

Und sonst? Danke an die Veranstalter eines tollen Berglaufes!

Alle Ergebnisse unter:
http://www.sc-anger.de/leichtathletik/alpenfels-triathlon-ergebnisse/stoisser-alm-lauf

sz

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