Nach Gerhard Keuschnigs Prolog in Wien begann für 4 ASV Läufer die Saison 2014 ebenfalls relativ unspektakulär mit 10km Zeiten, die das Jahr sicher nicht punktemäßig überleben werden. -2 Grad, Nebel aber totale Flaute am Start waren eigentlich ideale Laufbedingungen, vielleicht einen Tick zu kalt – eigentlich hätte man Halb-oder Marathon bestreiten müssen – aber am Plan stand die Füssinger Sprintstrecke.
Mario Klinkov (M60/6.) startete anonym unter seinem Pseudonym Momir Klinkov für den amtlich nicht registriertem ASV ASKÖ SALZBURG. Seine beachtliche Zeit von 47.16 weist darauf hin, dass er sich im Haslingerhof am Vortag keinen Exzessen hingab und rechtzeitig schlafen ging, obwohl er gegenüber seinem Laufkollegen Anton Stockmaier behauptete bis in die Morgenstunden getanzt zu haben. Sein Pech, dieser hörte in wegen seiner Einschlafprobleme beim Nachhausekommen. Zweitgenannter meldete sich mit soliden 40.10 (M50/4.) eindrucksvoll in der Laufszene zurück und blickt zuversichtlich dem Rennsteiglauf entgegen.
Steffen Zeyer (M35/3.) konnte sein Podium kaum glauben, er erschrak richtig als er bei der Siegerehrung seinen Namen hörte – Randbemerkung: der Sprecher, gottseidank von einer Säule verdeckt, leierte die Namen der Platzierten teilnahmslos, spürbar ohne Fachwissen ohne die Zeiten zu nennen, herunter – die konnte er sowieso nicht interpretieren (30er Zeiten für 10km oder eine 1.06 beim HM ließ seine Sprechstimme keineswegs emphatischer eher noch apathischer werden). Diese also nicht sichtbare Stimme zitierte Steffen mit seinen gelaufenen 37.43 zu seiner Verblüffung auf die Bühne. Seiner Meinung war diese Zeit sowohl seiner als auch des Siegertreppchens nicht würdig, dem Steffen zum Trost, an ihrer Frühform sind schon so manche Athleten gescheitert, und – eine schlechte Zeit motiviert vielleicht sogar mehr als eine gute, denn da glaubt man vielleicht sogar sich ausrasten zu können.
Und so war der Vereinsbeste diesmal Rudi Kranawitter mit einer Zeit von 36.55 (M55/2.) – hoffentlich keine Frühform, sondern nur eine Bestätigung, dass man noch gut mithalten kann mit den jungen und dass es im Sommer noch schneller geht, der Traum von einer 35er Zeit auf der Bahn lebt.
@urrk
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