Zum zweiten Mal fand am gestrigen Sonntag der Indoormarathon in der Messe Wien statt.
Nachdem im letzten Jahr durch diverse Umstände noch unkorrekte Streckenangaben zu Recht für einigen Mißmut unter allen Läufern gesorgt hat, hat der Veranstalter dieses Jahr offensichtlich seine Lehre daraus gezogen und mit einer nun AIMS vermessenen und IAAF zertifizierten Strecke alle Zweifel ausgeräumt.
Somit stand eine Runde mit exakt 2,109 km zur Verfügung, aufgeteilt auf zwei Messehallen und den Foyer- und Verbindungsgangbereich.
Die Streckenangebote umfassten Viertel, Halb, Dreiviertel- und natürlich als Königsdisziplin die klassische Marathondistanz.
Leider einziger Starter des ASV war Steffen Zeyer, der sich im Vorfeld eigentlich auf einen vereinsinternen Showdown vorbereitet hat, nachdem Christian Mlinar und Rudi Kranawitter ebenfalls gemeldet waren und auch in der Vereinswertung nur knapp dahinter lagen. Da beide jedoch aus verschiedenen Gründen mit Trainingsrückstand auf einen Start verzichteten, spulte Steffen Zeyer daher alleine laufend, ohne jeglichen Druck, die erforderlichen 20 Runden herunter. Die Spitze, allen voran Rainer Predl, der am Ende auch als souveräner Sieger mit 2:40,53 feststand, sortierte sich relativ schnell und auch bereits nach zweieinhalb Runden hatte Steffen Zeyer sich an sechster Stelle eingereiht.
Am Ende profitierte er noch vom Ausfall Alfred Sungis, der aus seiner Sicht sehr bitter, nur wenige Kilometer vor dem Ziel verletzungsbedingt an dritter Stelle liegend aussteigen musste.
Gesamtplatz 5 mit einer Zeit von 2:54,31 waren für Steffen Zeyer am Ende der Lohn für die vielen Trainingskilometer in der dunklen Vorweihnachtszeit und ein gelungener Saisonabschluss.
Als persönliche Erfahrung über diese Veranstaltung kann man festhalten, dass es ein Marathon der etwas anderen Art ist, der sich lohnt mal ausprobiert zu werden, wenn man mit einer gewissen Monotonie gut zu recht kommt.
Konstante Temperaturen, komplett eben, eine klare Verpflegungsstelle und eine rundenweise Zeitüberprüfung sind durchaus komfortabel und machen ein kontrolliertes Rennen einfach. Ausserdem war es spannend sowohl immer die Entwicklung an der Spitze mitzubekommen und die eigenen Verfolger zu sehen.
Aber auch wenn die Strecke nun Bestzeitentauglich ist, dürfte das schwer zu erreichen sein. Mit zunehmender Geschwindigkeit hinterlassen die vielen, wenn auch gut zu laufenden Kurven ihre Spuren. Interessehalber mal nachgezählt, stehen pro Runde 20 erwähnenswerte Kurven, was eine einfache Rechnung ergibt, und sich auf doch immerhin 400 Kurven!!! summiert.
Ausserdem hat der doch zu gut einem Drittel sehr glatte Belag sicher nicht den Grip einer Asphaltstasse.
Bleibt zu einem endgültigen Jahresabschluss 2013 nun nur noch ein gemütlicher Silvesterlauf 🙂!
Alle Ergebnisse unter:
http://results1.pentek-timing.at/results/show_results.php?veranstnr=12065
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