Es ist
mittlerweile schon zur Tradition geworden, dass einige ASV Amateure keine
Kosten scheuen und die kaiserlichen Vergnügungsmeilen im Wiener Prater
aufsuchen. Die 7 km LCC Wien Runde ist einfach sauschnell und in Kombination
mit dem richtigen Wetter auch die Kosten Wert, wenn man ein ganzes Jahr
einigermaßen fleißig trainiert. 

Nach meinem guten Abschneiden letztes Jahr
wollte ich auch dieses Jahr die Gelegenheit ausnutzen um mich wenigstens in der
ASV Halbmarathon Wertung zu verbessern. Nach meinen suboptimalen 1:21:09 beim
Jedermann wusste ich gleich, dass ich sicherlich in Wien unter 1:20 laufen kann.
Aufgrund der überhöhten Nachmeldegebühr meldete ich mich eine Woche vorher
mittels pentek payment an- natürlich ohne Versicherung. Zudem hatte ich bereits
vorher Giftpfeile an Rudi und Steffen verschossen, welche durch ihre Welser
Zeiten in der ASV Wertung noch vor mir lagen. Doch bereits Montag Nacht merkte
ich, dass mir meine Gesundheit einen Strich durch die Rechnung machen wollte. Halsweh-
Verdammt. Ich dachte mir zunächst, dass sich das Thema von alleine regeln wird.
Musste aber einsehen, dass weder Gurgeln, Halswehtabletten usw. wirklichen
Erfolg brachten. So war ich  mittlerweile
am Samstag angelangt, mit den gleichen Symptomen
wie 1 Woche vorher. Da ich bereits das Startgeld überwiesen hatte, entschloss
ich mich dennoch nach Wien zu fahren. Zumindest die 7 km Runde wollte ich
bewältigen. Und Gerhard K’s Arabiata Speziale durfte ich mir auch nicht
entgehen lassen. In Kombination mit einer Diavolo war ich zumindest vernünftig
gestärkt. Diese Ballung an Schärfe brauchte ich auch, hatte ich mir doch zu
Mittag in Salzburg mit einem Kollegen zusammen eine leichte  Lebensmittelvergiftung geholt.

Die Nacht auf einer Luftmatratze gestaltete
sich den anfänglichen Bedenken entgegen, als aushaltbar. Nächster Morgen das
alte Spiel: Halsweh, Schluckbeschwerden, trockener Hals. Zudem 3-4 Grad,
Nebel und Wind. Eigentlich mein Wetter, aber bei Halsweh in kurzer Hose laufen?
Egal, ich setze mich in den Bus und fuhr zum Happel Stadion. Dort erwarte mich
bereits der Pasta Spezialist und Wien Experte Gerhard K, der die 14 km in
Angriff nehmen wollte. In weiterer Folge traf ich auf Christian M der aufgrund
beruflicher und familiärer Verpflichtungen erst am Morgen mit dem Auto
anreiste. Auch alles andere als optimal. Zumindest hatte er sich von Dr. B ein
Zaubergetränk verschreiben lassen, was diesen Widrigkeiten entgegen wirken
sollte. Christian hatte sich auch für den Halbmarathon inskribiert. Ich wollte
einfach mal mitlaufen, und schauen wie weit mich die Gesundheit trägt. Überraschenderweise,
fühlte ich mich von Anfang an super, und kam nach 1:18:59 ins Ziel. Absolut
geil bei dieser Vorgeschichte. Christian konnte seine Erwartungen leider nicht
erfüllen. Er kam nach 1:23:28 ins Ziel und zeigte sich zunächst entäuscht. „Denke
bitte eine Kamikaze Aktion in Bad Reichenhall, du hast sicherlich noch eine
Menge Potential. Danke zudem für deine Unterstützung an der Strecke.“
Gerhard  konnte leider auch nicht die
Schallmauer auf den 14 km unterbieten. Er lief zumindest schneller als bei
seinen vorangegangen Starts mit seiner 1:01:16. Ich denke, er wird sich aber im
nächsten Jahr vermehrt auf die ASV- internen Kurzstrecken spezialisieren und
kann auch sicherlich mit einer guten 1500 m Zeit liebäugeln. Zudem ist seine
Schrittlänge aufgrund seiner 1,95 m bestialisch auf den 400m. „ Danke für deine
kulinarischen Empfehlungen“. 

 

Zusammenfassend möchte ich festhalten, dass ich
nur gelaufen bin weil ich niemals Fieber oder sonstige körperliche Schwäche
hatte. Mein Start war retrospektiv idiotisch und kann keinesfalls mit einer
guten Zeit gerechtfertigt werden. Und die Beschwerden sind natürlich
weiterhin vorhanden. 

 

Ergebnisse unter: 

http://results1.pentek-timing.at/results/show_results.php?veranstnr=12179

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