Seit August 2012 hielt ich mich gezwungener maßen von Sport etwas zurück, um die Matura und die Diplomarbeit, mit bester Leistung, über die Bühne zu bringen. Das Jahr 2013 hatte so seine Tücken und ich hatte mit einigen Krankheiten zu kämpfen, auch eine psychosomatisch bedingte Gastritis blieb mir nicht erspart. Als ich Anfang Juli in das Heer abkommandiert wurde, habe ich beschlossen wieder zu trainieren, jedoch erlitt ich kurzer Hand eine Verletzung im rechten Knie, ein Spurenbluterguss unter der Kniescheibe machte mir zu schaffen und den Sport sowie Marschieren unmöglich. Nach knapp 6 Wochen weiterer Pause fing ich langsam an wieder eine Grundlage zu schaffen. Am 17.09.2013 fand in Absam (Tirol) die Brigademeisterschaft im Berglauf statt. Eine 5,5km lange, mit 750 Höhenmeter Strecke galt es zu bewältigen. Gestartet wurde auf einem Sportplatz im Wald, nach einer Runde wurde man hinausgelotst auf die sehr steile und anstrengende Strecke. Der leichte Regen, welcher schon seit Stunden anhielt machte den ungeebneten Schotterweg äußerst rutschig und zu einer Herausforderung. Ich hielt mich anfangs sehr zurück und begann sofort nach dem wir den Sportplatz verlassen haben zu überholen, was sich später als riesen Fehler herausgestellt hat. Schon nach dem ersten Kilometer waren meine Beine schwer und ich reduzierte etwas mein Tempo und hoffte darauf, dass ich mich etwas erholen könnte. Nach dem 2ten Kilometer, hatte ich zu kämpfen mit Seitenstechen worauf ich noch einmal mein Tempo reduzierte und mich auf die Atmung konzentrierte. Bei etwa 3,5km bewältigter Strecke fühlte ich mich wieder etwas erholter und der schritt fiel leichter, daher erhöhte ich mein Tempo, um die Verfolger abzuschütteln und den Anschluss nach vorne wieder aufzunehmen. Als wir auf dem höchsten Punkt der Strecke angekommen sind, war es kein kalter Regen der uns empfing, sondern ein eisiger Wind und Schneefall. Von dort aus waren es noch etwa 1,5 Kilometer bis ins Ziel, welche leicht bergab mit Vollgas bewältigt wurde. Nach 36 Minuten und 40 Sekunden war ich im Ziel angekommen und da war vom Bundesheer, auf sehr professionelle Art und Weise, beheizte Zelte errichtet worden, mit Versorgung von Bananen, Müsliriegel und Tee. Ich war total fertig und etwas unzufrieden mit meiner Leistung, hätte ich und wäre ich doch… Im Anschluss wurden alle Athleten in die Kaserne gebracht, wo die Siegerehrung stattfand. Nach 2 Stunden Zeit für Duschen und Essen wurde am Exerzierplatz die Siegerehrung nach militärischer Sitte durchgeführt, was mir wirklich imponierte. Durchgeführt wurde die Siegerehrung vom Brigadekommandanten Brigadier Peter Grünwald, welcher selbst mit einer tollen Leistung den Berglauf mitbestritt und eine Zeit von etwa 38min erzielte. Überraschenderweise eroberte ich beim Ansturm auf den Berg den 2ten Platz der AK20 und mir war klar, dass es sich voll ausgezahlt hat einfach alles zu geben. Nächste Woche finden die Heeresmeisterschaften im Berglauf statt, für welche ich mich, mit diesem Berglauf, qualifiziert habe.
Bericht: MH
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