Lange lockere Läufe sind bekanntlich die Eckpfeiler jedes Trainingsprogramms.
Jetzt kann man sich als Ultraläufer aber Spannenderes vorstellen als jedes Wochenende 4 bis 5 Stunden alleine „Kilometer zu fressen“. So gesehen kam der Aufruf von Anton Stockmaier an seine ASV-Kollegen, am Charity-Run am Abtsdorfersee mitzumachen, sehr gelegen.
Anton Stockmaier, Rudi Kranawitter, Christian Mlinar und Mario Klinkov beteuerten vorab einhellig, ganz locker und ohne Stress an diesem heißen Sommertag ein paar der 5,1 km langen Runde um den See zu absolvieren und auf die Art möglichst viele der 1 EUR pro Kilometer für einen guten Zweck zu erlaufen. Keine Top-Zeiten sondern möglichst viele Kilometer innerhalb der zur Verfügung stehenden 6 Stunden waren das Ziel. Platzierungen waren diesmal nebensächlich.
Doch ein Rennpferd wird nicht einfach so zu einem Ackergaul, nur weil man ihm keine Startnummer umhängt!
Weshalb es auch nur logisch und nachvollziehbar ist, dass sich bereits mit dem Startschuss Anton, Rudi und Christian an die Spitze der teils mehr, teils weniger motivierten „Masse“ von etwa 50 Charity-Läufern setzte und die Führung ab diesem Zeitpunkt auch nicht mehr abgaben. In einem lockeren 5er-Schnitt wurden so die ersten 5 Runden absolviert. Anton, der zwischenzeitlich das Tempo verschärfte und alleine vorneweg eine schnellere Runde einlegte, musste zwar nach 4 Runden gesellschaftlichen Verpflichtungen am Badesee nachkommen und den Lauf unterbrechen. Er stieg jedoch später erfrischt und gut hydriert wieder ein; wie viele zusätzliche Runden er noch absolvierte war zu Redaktionsschluss noch nicht bekannt.
Mario war stolz 15km und damit seinen längsten Lauf seit langem hinter sich gebracht zu haben. In gemütlicher Runde wurde das Rennen bei Hopfentee mit dem leider verletzten Dietmar Mücke (bayrischer Barfuß-Ultraläufer) ausführlich nachbesprochen.
Rudi und Christian zogen in der Zwischenzeit locker Runde um Runde. Aufgrund mangelnder Konkurrenz fiel zwar der Schnitt langsam ab, was angesichts des Trainingscharakters dieses Laufs jedoch nebensächlich blieb. Nach 10 Runden und 51km hatten dann jedoch auch die beiden Ultras genug gesehen (die letzten Badenixen hatten zu diesem Zeitpunkt auch schon den Strand verlassen) und so beendeten sie diesen Vorbereitungslauf für die 100km von Steyr nach 4h31min zufrieden und aufgrund der Hitze doch etwas geschlauchter als erhofft.
In diesem Jahr konnten bei der dritten Austragung dieses Charity-Run in Summe 6.192,00 Euro für den guten Zweck (Lebenshilfe Berchtesgadener Land) erlaufen werden. Der ASV Salzburg steuerte 150 km und damit 150 EUR bei. Ein stolzes Ergebnis, das jedoch Ansporn sein sollte nächstes Jahr überboten zu werden. Das engagierte und gastfreundliche Team des Veranstalters hat es sich jedenfalls verdient!
