Während ein ungemütliches Sauwetter ganz Österreich bei Keksen und Glühwein zuhause festhielt, fand bei besten klimatischen Bedingungen jedoch praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit am 16.12. in der Messe Wien Österreichs erster Indoor-Marathon statt. Die Strecke führte über einen Rundkurs von 2.637 m, welcher 16 mal gelaufen werden musste. Den Grund für das offensichtliche Zuschauerverbot konnten sich die beiden Starter des ASV, Rudi Kranawitter und Christian Mlinar, nur damit erklären, dass der Veranstalter mit allen Mitteln vermeiden wollte, dass Jemand die Strecke nachmessen konnte. Und das mit gutem Grund…

Während Rudi aus dem Training heraus in 2:44:24 eine schon lange nicht mehr gelaufene Zeit erreichte, verbesserte Christian seine 3:01 von vor 2 Monaten in Berlin um ganze 10 Minuten auf 2:51:00. Beide waren sich einig, dass der Veranstalter sein vorab medial intensiv kommuniziertes Versprechen "Der Indoor-Marathon bietet eine außergewöhnliche Strecke … die persönliche Bestzeiten erlaubt" wohl eindeutig zu wörtlich genommen hatte und die Rundendistanz offensichtlich bedeutend kürzte.

Den Ärger über die somit, trotz 75 Euro Startgeld, nicht verbuchbaren Bestzeiten wollte der Veranstalter mit 5-Cent-Stück großen Finisher-Medaillen lindern. Kein weiterer Kommentar dazu…

In Summe eine bemühte aber leider laienhaft umgesetzte Veranstaltung, die mehr Ärger und Frust als Lust auf mehr machte.
Zumindest können sich Rudi Kranawitter mit seinem 11.Gesamtrang (1.Rang der AK55) und Christian Mlinar mit dem 20.Gesamtrang (4.Rang in der AK35) über gute Platzierungen freuen.

bericht: cm

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