Weihnachtsfeier und Jahresausklang des ASV-Salzburg Sektion Leichtathletik – ein Stimmungsbericht
Am Samstag den 17. Dezember 2011 fand in gewohntem Ambiente von Isis Stüberl im ASV ASKÖ Sportzentrum die Weihnachtsfeier unseres Laufsportvereines statt. Nahezu vollzählig folgte die Laufgemeinschaft – zu neudeutsch „Laufcommunity“ – dem Ruf ihres Obmannes Rudi Kranawitter. Nach einer kurzen Begrüßung durch unseren Sektionsleiter folgte der erste Höhepunkt dieser Feier, die musikalische Darbietung eines vereinseigenen Trios unter der Leitung unseres Obmannes und Musikprofessors an der Gitarre. Mit von der Partie Rudis Tochter Kathrin an der Violine sowie Peter Pfeifenberger an der Zither. Auf dem Programm standen bekannte Weihnachtslieder, die in professioneller Art und Weise zum Besten gegeben wurden. Still wurde es im Stüberl. Außer der Musik und dem Gesang war sonst kein Laut zu hören. Andächtige Stimmung und in so manchem Gesicht der ansonst so hart gesottenen Männer konnte man verklärte Blicke erkennen, in denen so manche weihnachtliche Kindheitserinnerung wach zu werden schien. Neben der Musikerfamilie Kranawitter glänzte vor allem unser Peter Pfeifenberger an der Zither. Nach dieser musikalischen Darbietung hätte man ihm ohne weiteres die fehlerfreie Interpretation des „Harry Lime Themes“ von Anton Karas aus dem Film „Der Dritte Mann“ zugetraut.
Auf diese musikalisch festliche Einstimmung folgte, oder besser gesagt sollte Walter Dungls traditioneller sportlicher Jahresrückblick folgen. Zur Überraschung aller Anwesenden erklärte dieser heute nicht in Stimmung zu sein, einen derartigen Rückblick zu halten. Zur noch größeren Überraschung aller entdeckte Walter plötzlich seine klerikale Ader und schlüpfte in die Rolle des „Dieners seines Herrn“, sprich seines Obmannes, in der er sich sichtlich wohl zu fühlen schien. In einer Mischung aus polnischem Pontifex Maximus und Don Camillo trug unser Walter in pointierter Art und Weise die Vereinsgeschehnisse und Erfolge unserer Läuferinnen und Läufer dem sichtlich amüsierten Publikum vor. Ein derart komödiantisches Talent hätte wohl kaum einer unserem ansonst so seriösen Familienvater zugetraut.
Den Abschluss der Feierlichkeiten bildete wieder Rudis mit Spannung erwarteter gesanglicher Jahresrückblick. Dieser gliederte sich heuer in zwei Teile. Zuerst die Interpretation eines Liedes aus den 1980er Jahren, in dem unser Obmann die Erlebnisse eines alternden Läufers aufarbeitet, der sein schwindendes läuferisches Leistungsvermögen schmerzvoll zur Kenntnis nehmen muss, noch dazu im Laufduell mit Frauen, die Rudi allerdings in diesem Lied auf ihr „Wesentliches“ reduzierte (Stichwort „Hintern“).
Den zweiten Teil bildete diesmal nicht ein Jahresrückblick sondern ein Blick in die Zukunft unseres Vereins sowie in die Zukunft einiger unserer ASV Athleten, wobei sich Rudi – zumindest fiktiv – auf die Fachexpertise zweier namhafter österreichischer Expertinnen stützte. So manches Vereinsmitglied wurde ob seiner Zukunftsperspektive für das kommende Jahr ziemlich nachdenklich.
Alles in allem eine sehr gelungene und stimmungsvolle Weihnachtsfeier, nicht zuletzt wieder einmal durch die Initiative unseres Obmannes. Apropos Obmann. Eines hat mir bei dieser Feier leider gefehlt. Normalerweise ist es bei solchen Veranstaltungen üblich, dass am Ende einer der Anwesenden das Wort ergreift und dem Vorstand für seine Arbeit, sein Engagement und seine Fürsorglichkeit Dank und Anerkennung ausspricht. Da diese Geste diesmal verabsäumt wurde, möchte ich auf diesem Wege – sofern mir das als „einfaches Vereinsmitglied“ überhaupt zusteht – im Namen aller Läuferinnen und Läufer des ASV Salzburg Sektion Leichtathletik diesen Dank nachholen und dem Vorstand ein frohes Fest und ein erfolgreiches Jahr 2012 wünschen.
Thomas Müller

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