Ein strahlend blauer Himmel, kaum Wind und viel Schatten spendendes frisches Frühlingsgrün waren die hoffnungsvollen Vorboten für einen möglichen Coup der ASV- Delegation beim diesjährigen 26.Vienna City Marathon.
Dass die Kohlehydratspeicher beim Start durch einen Besuch bei einem Wiener Szene- Italiener am Vorabend mit feinster Pasta oder Pizza prall gefüllt waren, soll die idealen Voraussetzungen noch unterstreichen.

Über die ganze Stadt in den Wechselzonen verteilt waren die ASV-Schützlinge, als pünktlich um 9.00 Ortszeit der Startschuss fiel. Dass neben Vereinsobmann Rudi Kranawitter- erster Staffelläufer- Anton Stockmeier die Gesamtdistanz hoch motiviert in Angriff nahm ist an dieser Stelle lobend zu erwähnen.
Schnell wurde jedoch schon unter den Augen zweier Beobachter auf der Prater- Hauptallee bei Kilometer 4 klar, was sich anzubahnen drohte.
Einige Kenianer und Äthiopier passierten halbwegs erwartungsgemäß zuerst den Kontrollpunkt.
Nachdem dann aber nicht nur die Windschatten von Günther Weidlinger und Markus Hohenwarter, sondern auch von offensichtlich angeschlagenen, schwer humpelnden Frauen, wie Andrea Mayr ungenutzt blieben konnte man zu diesem frühen Rennzeitpunkt schon davon ausgehen, dass es da im Nachhinein großen Diskussionsbedarf geben würde.

Was sich weiter bis zur ersten Wechselzone bei Kilometer 16 abspielte wusste nur Rudi Kranawitter. Am Ende stand Schwarz auf  Weiß ein Schnitt von 3:55 / km.
Nach einer immerhin geglückten Staffelübergabe bei Schönbrunn machte sich unser blonde Hüne Gerhard Keuschnig aus Bischofshofen auf seine 5,7 Kilometer lange Teilstrecke.
Wild entschlossen passierte er dabei schon einmal am Rande das Heldentor und erreichte (angeblich mit Schaum vorm Mund/ Quelle: unbekannt) die zweite Wechselzone. Eine Sekunde pro Kilometer schneller- 3:54 min/km- waren der Lohn für den harten Tempolauf.

Der dritte Teilabschnitt, ca 9,1 Kilometer lang und größtenteils leicht fallend oder zumindest flach, hatte zumindest auf dem Papier ein bisschen etwas mädchenhaftes. Die Besetzung war daher eigentlich nur eine reine Formsache.
ASV-Shooting-Star Michael Holzner (in Insiderkreisen auch Michaela genannt) ging daher mit einer Menge Vorschusslorbeeren auf seine Teildistanz.
Ob es zu viele Kieselsteine auf der Strecke, oder vielleicht eine stark behindernde Wirbelschleppe eines Schmetterlings war, die nur einen Kilometerschnitt von 3:47 (jedoch immerhin bester Teilschnitt des Tages/ Anm. d. Red.) zuließen, blieb vorerst offen.

Zuviel Sonne getankt- und das im Schatten!! des Praterstadions- hatte offensichtlich auch Steffen Zeyer in der letzten Wechselzone. Kilometer für Kilometer schmolz auf heißem Asphalt die Hoffnung auf eine Galavorstellung auf dem Weg von der Prater Hauptallee Richtung Heldenplatz. Aber offensichtlich genügte ihm in bayerischer Gemütlichkeit ein Schnitt von 4:03 min/km auf seiner Teildistanz (11,3 km). Bei unseren Nachbarn an den Stammtischen beim Weißwurscht- Frühstück kann das ja vielleicht auch noch beeindrucken, anders lässt sich diese Leistung, angetrieben von tausenden Wienern kurz vorm Ziel kaum rechtfertigen.

Am Ende steht eine Zeit von 2:45,51 Std:min,sek…!

…und die Erkenntnis, dass es selbst als Mixed-Staffel (mit Michaela) nicht auf´s Stockerl gelangt hätte !

Aber in aller Bescheidenheit: mit dem 10. Staffel- Gesamtrang bei über 2200 Staffeln hatten dann doch alle ihr Finisher- Bier irgendwie verdient!

Ach ja:..und der Toni, hatte sich ja viel vorgenommen…und es ist vielleicht nicht so gelaufen, aber einen Gerhard Hartmann, der in 1:27,17 auf den Halbmarathon finishte, hat er immer noch hinter sich gelassen…und das verdiente Bier (oder zwei, oder so…) hat er sich dann auch gegönnt!!

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